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USA mit Kindern: Die wichtigsten Tipps für Ihre Familienreise

Die USA sind ein Traumziel für Familien. Es warten endlose Strände, beeindruckende Nationalparks, weltberühmte Themenparks und kinderfreundliche Städte auf Sie. Doch eine Reise in die Vereinigten Staaten mit Kindern erfordert eine gute Vorbereitung: von den richtigen Reisedokumenten über die Wahl der passenden Region bis hin zur Gesundheitsvorsorge. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie für einen entspannten und unvergesslichen Urlaub in den USA mit der ganzen Familie wissen müssen.

Ein USA-Urlaub mit Kindern wird mit den richtigen Tipps und Vorbereitung unvergesslich.

USA-Rundreise mit Kindern: Westküste oder Ostküste? 

Eine Rundreise durch die USA ist für Familien die perfekte Möglichkeit, die Vielfalt des Landes zu entdecken. Doch die Frage stellt sich: Westküste oder Ostküste? Beide Regionen haben ihren ganz eigenen Charme und bieten unterschiedliche Erlebnisse für Kinder jeden Alters. Die Westküste lockt mit spektakulären Nationalparks und dem entspannten kalifornischen Lebensstil, während die Ostküste mit pulsierenden Metropolen und traumhaften Stränden in Florida punktet.

Westküste mit Kindern

Die Westküste der USA ist ideal für Familien, die Natur und Action kombinieren möchten. Kalifornien bildet das Herzstück jeder Rundreise entlang der Westküste: In San Diego erwarten Sie kinderfreundliche Strände, der berühmte Zoo und das SeaWorld. Weiter nördlich begeistert Los Angeles mit den Universal Studios Hollywood und dem Griffith Observatory. Der absolute Höhepunkt für die meisten Kinder ist natürlich Disneyland in Anaheim. Planen Sie hierfür mindestens zwei volle Tage ein.

San Francisco bietet mit der Golden Gate Bridge, den Cable Cars und Fisherman's Wharf urbanes Flair, das auch Kindern Spaß macht. Die Seelöwen am Pier 39 sind bei Kindern besonders beliebt. Von hier aus erreichen Sie in wenigen Stunden den Yosemite-Nationalpark mit seinen beeindruckenden Wasserfällen und Granitfelsen – ein unvergessliches Naturerlebnis für die ganze Familie.

Ein Abstecher zum Grand Canyon in Arizona lohnt sich für abenteuerlustige Familien. Die schiere Größe der Schlucht fasziniert Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Auch der Death-Valley-Nationalpark und Las Vegas können interessante Stopps auf einer Westküsten-Rundreise sein, sollten aufgrund der extremen Hitze im Sommer aber gemieden werden.

Die beste Reisezeit ist von April bis Oktober, wobei die Sommermonate an der Küste angenehm warm sind. Für Nationalparks eignen sich Frühling und Herbst besonders gut.

Routenvorschlag für 2–3 Wochen: San Diego (3 Tage) → Los Angeles/Disneyland (4 Tage) → San Francisco (3 Tage) → Yosemite (2 Tage) → eventuell Grand Canyon (2 Tage) → Las Vegas (1–2 Tage) → zurück nach San Diego oder Los Angeles.

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Ostküste mit Kindern

Die Ostküste überzeugt durch die Kombination aus Kultur, Geschichte und Strandurlaub. Florida ist das beliebteste Reiseziel für Familien: In Orlando befindet sich das riesige Walt Disney World Resort mit seinen zahlreichen Attraktionen, die Universal Studios und SeaWorld. Hier könnten Sie problemlos eine ganze Woche verbringen. Das Kennedy Space Center an der Space Coast begeistert insbesondere weltrauminteressierte Kinder.

Die Strände Floridas sind perfekt für Familien: Miami Beach, Clearwater und die Florida Keys bieten türkisfarbenes Wasser und feinen Sand. Im Gegensatz zur Westküste ist das Meer hier deutlich wärmer. In den Everglades können Sie an spannenden Airboat-Touren teilnehmen und mit etwas Glück Alligatoren in freier Wildbahn beobachten.

New York City mag auf den ersten Blick nicht sehr kinderfreundlich erscheinen, hat aber zahlreiche Attraktionen zu bieten, die auch die Jüngsten begeistern: die Freiheitsstatue, der Central Park mit seinen Spielplätzen, das American Museum of Natural History und natürlich die bunten Lichter am Times Square. Plant hier 3–4 Tage ein.

In der Hauptstadt Washington, D.C. können Sie die kostenlosen Museen der Smithsonian Institution besuchen, darunter das beliebte Air and Space Museum. Die historischen Monumente und das Weiße Haus vermitteln auf spielerische Weise amerikanische Geschichte.

Die beste Reisezeit für Florida ist von März bis Mai und von Oktober bis November, da es dann außerhalb der Hurrikansaison und der extremen Sommerhitze liegt. Für New York und Washington, D.C. eignen sich Frühling und Herbst am besten.

Routenvorschlag für 2–3 Wochen: Orlando/Disney World (5–6 Tage) → Kennedy Space Center (1 Tag) → Miami/Florida Keys (3–4 Tage) → New York City (3–4 Tage) → Washington D.C. (2 Tage).

Ost oder West? Ihre Entscheidungshilfe

Westküste ist für Ihre Familie ideal, wenn:

Ostküste ist für Ihre Familie ideal, wenn:

✔️ Sie Naturerlebnisse und Nationalparks lieben
✔️ Ihre Kinder schon etwas älter sind (ab 6–8 Jahren)
✔️ Sie längere Autofahrten nicht scheuen
✔️ Sie Vielfalt an Landschaften erleben möchten (Meer, Berge, Wüste, Städte)

✔️ Themenparks Priorität haben (Disney World, Universal Studios)
✔️ Sie Strandurlaub mit Aktivitäten kombinieren möchten
✔️ Ihre Kinder jünger sind (Disney World bietet auch für die Allerkleinsten zahlreiche Attraktionen.)
✔️ Sie Metropolen erleben möchten (NYC, Washington D.C.)


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Wichtige Reisedokumente für eine USA-Reise mit Kindern

Bevor die Reise losgehen kann, müssen Sie einige bürokratische Hürden nehmen. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbereitung ist das unkompliziert.

ESTA für Kinder

Auch Kinder und Babys benötigen eine elektronische Einreisegenehmigung (ESTA), wenn sie als deutsche Staatsbürger in die USA reisen. Die ESTA-Beantragung erfolgt online über die offizielle Website der US-Regierung und kostet 40 USD pro Person, unabhängig vom Alter. Die Genehmigung ist zwei Jahre gültig und berechtigt zu beliebig vielen Einreisen von jeweils maximal 90 Tagen.
Beantragen Sie die ESTA-Genehmigung mindestens 72 Stunden vor Abflug, am besten jedoch einige Wochen im Voraus. Sie benötigen dafür einen gültigen Reisepass und eine Kreditkarte. Wichtig: Jedes Familienmitglied benötigt eine eigene ESTA-Genehmigung.

Reisepass für Kinder

Alle Kinder benötigen einen eigenen biometrischen Reisepass. Ein Eintrag im Elternpass reicht nicht aus. Kinderreisepässe werden für die USA nicht akzeptiert. Der Pass muss während der gesamten Aufenthaltsdauer gültig sein.

Reisevollmacht bei Reisen mit einem Elternteil

Wenn Ihr Kind nur mit einem Elternteil oder mit den Großeltern reist, sollten Sie eine Reisevollmacht (Parental Consent Form) mitführen. Diese bestätigt, dass beide Sorgeberechtigten mit der Reise einverstanden sind.

Die Vollmacht sollte auf Englisch verfasst sein und folgende Informationen enthalten:

  • Namen beider Elternteile, 
  • Name und Geburtsdatum des Kindes, 
  • Reisezeitraum und Reiseziel,
  • Unterschriften beider Elternteile.
  • Eine notarielle Beglaubigung ist empfehlenswert, aber nicht zwingend erforderlich.

    Gesundheitsvorsorge nicht vergessen

    Ein besonders wichtiger Punkt bei der Reisevorbereitung ist die Gesundheitsabsicherung. Die USA haben eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt.  Ein einfacher Arztbesuch kann schnell mehrere hundert Dollar kosten, ein Krankenhausaufenthalt mehrere Tausend.

    Ihre deutsche Krankenversicherung deckt diese Kosten in der Regel nicht. Eine Auslandskrankenversicherung ist daher unverzichtbar und kostet nur einen Bruchteil dessen, was eine einzige Behandlung in den USA kosten würde. So können Sie Ihren Urlaub sorgenfrei genießen, ohne bei jedem Spielplatzbesuch an mögliche Arztrechnungen denken zu müssen.


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    Praktische Reisetipps für Ihren USA-Urlaub mit Kindern

    Mietwagen und Autositze

    Für eine Rundreise durch die USA ist ein Mietwagen unverzichtbar. Die Distanzen sind groß und viele Sehenswürdigkeiten liegen außerhalb der Städte. Buchen Sie den Wagen am besten bereits von Deutschland aus, denn das ist in der Regel günstiger als eine Buchung vor Ort. Achten Sie darauf, ein ausreichend großes Fahrzeug zu wählen, das Platz für Ihr Gepäck und die notwendigen Kindersitze bietet.

    Autositze sind in den USA gesetzlich vorgeschrieben, und die Regelungen sind streng. Die genauen Vorschriften variieren zwar von Bundesstaat zu Bundesstaat, aber generell gilt: Kinder unter 8 Jahren oder mit einer Körpergröße unter 1,45 m müssen in einem altersgerechten Kindersitz fahren.

    Flug und Jetlag

    Der Flug von Deutschland an die US-Ostküste dauert etwa 9 Stunden, an die Westküste sind es 11–12 Stunden. Wenn möglich, sollten Sie einen Nachtflug buchen, da viele Kinder dann einen Großteil der Strecke schlafen.

    Packen Sie genug Snacks, Spielzeug und Ablenkungen ins Handgepäck. Tablets mit heruntergeladenen Filmen und Serien sind Gold wert. Denken Sie auch an Wechselkleidung für die Kinder, denn Turbulenzen und verschüttete Getränke kommen häufiger vor, als man denkt.

    Der Zeitunterschied beträgt 6 Stunden an der Ostküste und 9 Stunden an der Westküste. Kinder leiden oft stärker unter dem Jetlag als Erwachsene. Verbringen Sie deshalb am Ankunftstag viel Zeit im Freien, denn Tageslicht hilft dem Körper, sich schneller anzupassen. Planen Sie für die ersten 2–3 Tage keine anstrengenden Aktivitäten ein.

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    Unterkunft und Verpflegung

    Bei der Wahl der Unterkunft haben Sie in den USA die Qual der Wahl. Hotels bieten oft Pools und erlauben es, dass Kinder im Zimmer der Eltern kostenlos mitübernachten. Motels entlang der Highways sind eine günstige Alternative für Zwischenstopps. Ferienwohnungen, die Sie über Airbnb oder VRBO mieten können, bieten mehr Platz und eine Küche – ideal für Familien mit kleineren Kindern, die feste Essenszeiten benötigen.

    In Restaurants sind Kinder überall willkommen. Die meisten Lokale bieten Kindermenüs mit Klassikern wie Chicken Nuggets oder Burgern an. Viele haben „Kids eat free“-Aktionen, bei denen Kinder an bestimmten Wochentagen kostenlos essen. Die Portionen sind generell sehr groß, sodass sich kleinere Kinder problemlos ein Gericht mit den Eltern teilen können.

    Reiseapotheke und Sonnenschutz

    Packen Sie eine Reiseapotheke mit Fiebersaft, Mitteln gegen Durchfall und Übelkeit, Pflastern, Insektenschutzmittel, Sonnencreme und allen Medikamenten, die Sie regelmäßig benötigen. Denn Medikamente sind in den USA teuer und oft verschreibungspflichtig. Bewahren Sie verschreibungspflichtige Medikamente in der Originalverpackung auf.

    Sonnenschutz ist besonders wichtig, denn die Sonne ist intensiver als in Deutschland. Verwenden Sie Sonnencreme mit LSF 50, Sonnenhüte und UV-Schutzkleidung. In Themenparks und am Strand sollten Sie regelmäßig Pausen im Schatten einlegen und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.
     

    Fazit: Unvergessliche USA-Reise mit Kindern

    Eine Familienreise in die USA ist ein unvergessliches Abenteuer, das mit der richtigen Vorbereitung zu einem entspannten und bereichernden Erlebnis wird. Egal, ob Sie sich für die spektakulären Nationalparks der Westküste oder die Traumstrände und Themenparks der Ostküste entscheiden – die USA bieten für jede Familie das passende Programm.

    Ihre Checkliste für die USA-Reise mit Kindern:

  • ESTA für alle Familienmitglieder beantragen (mindestens 72 Stunden vor Abflug),
  • gültige biometrische Reisepässe prüfen,
  • Reisevollmacht vorbereiten (falls nur ein Elternteil mitreist),
  • Reisekrankenversicherung abschließen,
  • Mietwagen mit Kindersitzen buchen,
  • Reiseapotheke zusammenstellen,
  • Unterkünfte mit Pool oder Küche wählen, um mehr Flexibilität zu haben,
  • die ersten Tage entspannt planen (Jetlag-Zeit einrechnen).

  • Gut geschützt durchs Land der unbegrenzten Möglichkeiten

    Damit Sie jeden Moment Ihres USA-Abenteuers in vollen Zügen genießen können, vergessen Sie nicht, eine Reiseversicherung abzuschließen. Denn das amerikanische Gesundheitssystem zählt zu den teuersten weltweit, und selbst kleinere Verletzungen können zu hohen Arztrechnungen führen. Eine Reisekrankenversicherung schützt Sie vor diesen Kosten und sorgt dafür, dass Sie im Ernstfall schnell die richtige medizinische Versorgung erhalten.


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    FAQ

    Beide Küsten haben ihre Vorzüge: Die Westküste punktet mit spektakulären Nationalparks wie dem Yosemite-Nationalpark und dem Grand Canyon sowie dem entspannten kalifornischen Lebensstil. Die Ostküste überzeugt durch Florida mit Disney World und traumhaften Stränden sowie durch Metropolen wie New York. Für jüngere Kinder und Themenpark-Fans ist die Ostküste oft die bessere Wahl, für naturbegeisterte Familien mit älteren Kindern hingegen die Westküste.
    Ideal sind 2–3 Wochen, um eine Region entspannt zu erkunden, ohne die Kinder mit zu vielen Ortswechseln zu überfordern. Für eine Rundreise an der Westküste von San Diego über Los Angeles und San Francisco bis zum Yosemite-Nationalpark sollten Sie mindestens zwei Wochen einplanen. Für Florida mit Orlando, den Stränden und eventuell New York reichen ebenfalls 2–3 Wochen.
    Ja, für die Einreise in die USA benötigt jedes Familienmitglied – unabhängig vom Alter – eine eigene ESTA-Genehmigung. Die elektronische Einreisegenehmigung kostet 40 USD pro Person und ist zwei Jahre lang gültig. Beantragen Sie die ESTA-Genehmigung daher mindestens 72 Stunden vor Abflug über die offizielle Website der US-Regierung.
    Die meisten Familien berichten von der großen Kinderfreundlichkeit der Amerikaner, den üppigen Portionen in Restaurants und der hervorragenden Infrastruktur für Familien. Als Herausforderungen werden oft der Jetlag in den ersten Tagen, die langen Autofahrten bei Rundreisen und die intensive Sonne genannt. Eine gute Vorbereitung mit ausreichend Pausen, Snacks und Unterhaltung für die Kinder ist entscheidend.
    Für die Westküste eignen sich die Monate April bis Oktober am besten, wobei sich der Frühling und der Herbst besonders für Nationalparks eignen. An der Ostküste sind die Monate März bis Mai und Oktober bis November perfekt, da dann weder Hurrikansaison noch extreme Sommerhitze herrscht. Für New York und Washington, D.C., sind Frühling und Herbst die angenehmsten Reisezeiten.
    Author

    Marketa ist freiberufliche Texterin und Wanderführerin mit einer besonderen Vorliebe für die Alpen und Italien. In ihren Artikeln teilt sie authentische Reiseerlebnisse, praktische Tipps und Geschichten aus den Bergen.