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Reiseapotheke für Kinder: Checkliste für einen entspannten Familienurlaub

Wenn man mit Kindern unterwegs ist, lässt sich vieles nicht planen. Ein verstauchter Knöchel beim Toben, plötzliches Fieber in der Hotelnacht oder Durchfall nach dem ersten Eis im Süden gehören zu den typischen kleinen Zwischenfällen. Kinder reagieren empfindlicher auf ungewohntes Klima und fremde Lebensmittel als Erwachsene und haben häufiger mit kleinen Wehwehchen zu kämpfen. Eine gut zusammengestellte Reiseapotheke gibt Ihnen die Sicherheit, im Urlaub schnell reagieren zu können. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Inhalte unverzichtbar sind, worauf Sie je nach Alter Ihres Kindes achten sollten und wie Sie sich auf Flug- und Fernreisen vorbereiten.

Eine Reiseapotheke ist ein wichtiger Bestandteil jeder Reise

Alle hier genannten Tipps dienen lediglich der Orientierung. Bei der Zusammenstellung Ihrer Reiseapotheke sowie bei krankheitsbezogenen Fragen, Unsicherheiten oder Problemen vor und während der Reise empfiehlt es sich stets, einen Kinderarzt zu konsultieren.

 

Was gehört in die Reiseapotheke für Kinder?

Welche Medikamente Sie in Ihre Reiseapotheke packen sollten, hängt vom Alter Ihres Kindes, vom Reiseziel und von der Dauer der Reise ab. Grundsätzlich sollten Sie nur Medikamente mitnehmen, die Ihr Kinderarzt empfohlen hat und die Ihr Kind bereits kennt. Wir empfehlen, die Reiseapotheke einige Tage vor der Abreise zusammenzustellen, damit Sie in Ruhe prüfen können, ob alle Präparate vollständig und nicht abgelaufen sind.

Grundausstattung der Kinder-Reiseapotheke

Folgende Hilfsmittel bilden die Basis jeder Kinder-Reiseapotheke und sollten unabhängig vom Reiseziel immer dabei sein:

☐ Fieberthermometer (digital, am besten mit flexibler Spitze für jüngere Kinder)

☐ Pflaster und Wundschnellverbände in verschiedenen Größen

☐ Sterile Wundkompressen und Mullbinden

☐ Elastische Binde für Verstauchungen

☐ Splitter- und Zeckenpinzette

☐ Schere (im Flugzeug nicht ins Handgepäck)

☐ Einmalhandschuhe

☐ Hautfreundliches Desinfektionsmittel, das nicht brennt

☐ Wund- und Heilsalbe

☐ Kühlkompressen für Beulen, Prellungen und Insektenstiche

Diese Grundausstattung deckt die häufigsten kleinen Verletzungen ab, die im Urlaub mit Kindern vorkommen. Achten Sie beim Kauf von Pinzetten darauf, dass die Spitzen fein genug sind, um auch winzige Splitter oder Zecken sicher zu entfernen.

Medikamente für Kinder gegen typische Reisebeschwerden

Welche Medikamente in die Reiseapotheke gehören, hängt davon ab, welche Beschwerden bei Ihrem Kind erfahrungsgemäß auftreten. Die folgenden Präparate decken die häufigsten Probleme im Urlaub ab:

☐ Fieber und Schmerzen: Paracetamol oder Ibuprofen in altersgerechter Dosierung als Saft, Tropfen oder Zäpfchen
☐ Durchfall: Elektrolytmischungen zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes, bei Bedarf Probiotika
☐ Reiseübelkeit und Erbrechen: Präparate mit Dimenhydrinat in altersgerechter Dosierung (als Kaugummi, Saft oder Zäpfchen)
☐ Erkältung, Husten und Schnupfen: Hustensaft, eine Salzlösung als Nasenspray sowie abschwellendes Nasenspray für Kinder
☐ Halsschmerzen: Lutschtabletten oder pflanzliche Tropfen
☐ Ohrenschmerzen: Ohrentropfen, besonders praktisch bei Badeurlauben und Tauchausflügen
☐ Augenentzündungen und Allergien: pflanzliche Augentropfen sowie antiallergische Tropfen oder Tabletten
☐ Insektenstiche: Kühl-Gel oder Antihistamin-Gel gegen Juckreiz und Schwellungen
☐ Verdauungsbeschwerden: Mittel gegen Blähungen und Bauchkrämpfe, eventuell Kamillentee

Sprechen Sie vor der Reise mit Ihrem Kinderarzt über die richtige Dosierung. Bei Reisen in warme Länder sollten Sie auf Zäpfchen verzichten, wenn eine kühle Lagerung nicht sichergestellt ist, da diese bei Hitze aufweichen. Wählen Sie in diesem Fall lieber Säfte oder Tropfen.

Sonnen- und Insektenschutz für Kinder

Da Kinderhaut deutlich empfindlicher ist als die von Erwachsenen, reagiert sie schneller mit Sonnenbrand oder allergischen Reaktionen. Beim Sonnen- und Insektenschutz lohnt es sich deshalb, auf altersgerechte Produkte zu achten.

Sonnenschutz für Kinder sollte einen hohen Lichtschutzfaktor von mindestens LSF 30 haben, für Babys und Kleinkinder LSF 50. Achten Sie darauf, dass das Produkt sowohl UV-A- als auch UV-B-Filter enthält und wasserfest ist – vor allem im Badeurlaub.

Eine gute Alternative zu chemischen Filtern sind Sonnencremes mit mineralischem UV-Filter, die in der Regel besser von empfindlicher Kinderhaut vertragen werden. Denken Sie zusätzlich an eine passende Kopfbedeckung, regelmäßige Pausen im Schatten und ausreichend Flüssigkeit, um einem Sonnenstich vorzubeugen.

Auch der Insektenschutz sollte altersgerecht ausgewählt werden. Für Kinder ab zwei Jahren eignen sich beispielsweise Mittel mit dem Wirkstoff Icaridin in kindgerechter Konzentration. Der Wirkstoff DEET wird erst ab einem Alter von fünf Jahren empfohlen und sollte in niedriger Konzentration verwendet werden. Pflanzliche Mittel haben meist nur eine kurze Wirkdauer und sind in Mückengebieten weniger zuverlässig. Achten Sie unbedingt auf die Kennzeichnung „für Kinder geeignet” und tragen Sie das Mittel nicht auf Hände, Augenpartie oder Mund Ihres Kindes auf.


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Dauermedikamente und Notfallmedikamente für Kinder

Wenn Ihr Kind regelmäßig Medikamente einnehmen muss, planen Sie den Vorrat für die Reise großzügig. Wir empfehlen, etwa ein Drittel mehr mitzunehmen, als Sie für den Reisezeitraum benötigen. So sind Sie auch dann auf der sicheren Seite, wenn sich die Rückreise verzögert oder eine Packung verloren geht.

Folgende Punkte sollten Sie bei Dauer- und Notfallmedikamenten beachten:

● Transportieren Sie wichtige Medikamente sofern zulässig zur Hälfte im Handgepäck und zur Hälfte im Koffer, für den Fall, dass ein Gepäckstück verloren geht.

● Nehmen Sie alle Arzneimittel in der Originalverpackung mit Beipackzettel mit, damit Dosierung und Inhaltsstoffe im Notfall sofort erkennbar sind.

● Lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt ein ärztliches Attest für rezeptpflichtige oder besondere Medikamente ausstellen, idealerweise auf Englisch. Das erleichtert die Mitnahme bei Sicherheitskontrollen und in Ländern mit strengen Einfuhrbestimmungen.

● Fragen Sie außerdem Ihren Arzt oder Apotheker vor der Abreise, unter welchem Handelsnamen die Medikamente Ihres Kindes im Reiseland erhältlich sind. So können Sie im Verlustfall vor Ort schneller Ersatz besorgen.

● Bei lebensnotwendigen Medikamenten lohnt es sich, einen zweiten Vorrat an einem getrennten Aufbewahrungsort, etwa im Hotelsafe, zu haben.

Vergessen Sie auch nicht den Allergiepass Ihres Kindes, falls eine Allergie bekannt ist, sowie eine schriftliche Notiz mit Wirkstoff, Dosierung und Einnahmezeitpunkten der Dauermedikation.



 

Reiseapotheke nach Kindesalter zusammenstellen

Welche Medikamente in die Reiseapotheke gehören, hängt stark vom Alter Ihres Kindes ab. Säuglinge benötigen andere Präparate und Dosierungen als Schulkinder. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Besonderheiten je Altersgruppe.

Reiseapotheke für Säuglinge und Babys (0 bis 1 Jahr)

Bei Reisen mit Säuglingen ist besondere Vorsicht geboten. Ihr Immunsystem ist noch nicht vollständig entwickelt, und viele Medikamente sind in diesem Alter nicht zugelassen. Sprechen Sie deshalb unbedingt vor der Reise mit Ihrem Kinderarzt.

In der Reiseapotheke für Babys sollten folgende Präparate nicht fehlen:

☐ Fiebersenkende Zäpfchen mit Paracetamol in der dem Körpergewicht entsprechenden Dosierung
☐ Elektrolytmischungen zum Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten bei Durchfall
☐ Nasentropfen mit Salzlösung (abschwellende Nasensprays sind für Säuglinge unter zwölf Monaten meist nicht geeignet)
☐ Wund- und Heilsalbe für den Windelbereich
☐ Sonnencreme mit LSF 50 für Babys ab sechs Monaten, kombiniert mit Schatten und schützender Kleidung
☐ Fieberthermometer mit flexibler Spitze

Direkte Sonneneinstrahlung sollten Babys grundsätzlich vermeiden. Fernreisen in Gebiete mit Malaria oder extremen Temperaturen sind in diesem Alter nicht empfehlenswert.

Reiseapotheke für Kinder ab 2 Jahren (Kleinkinder)

In diesem Alter werden Kinder mobiler und neugieriger. Sie entdecken die Welt im wahrsten Sinne des Wortes auf eigene Faust. Kleine Stürze, aufgeschürfte Knie und Insektenstiche gehören somit fast zum Reisealltag. Gleichzeitig vertragen Kleinkinder bereits mehr Wirkstoffe als Säuglinge, sodass die Reiseapotheke deutlich erweitert werden kann.

Für Kleinkinder sollten Sie folgende Präparate einplanen:

☐ Fiebersenkende Mittel als Saft, Tropfen oder Zäpfchen mit Paracetamol oder Ibuprofen
☐ Mittel gegen Durchfall kombiniert mit Elektrolytmischungen
☐ Reisekaugummis oder Zäpfchen gegen Reiseübelkeit (Präparate mit Dimenhydrinat ab dem zugelassenen Alter)
☐ Hustensaft und Lutschtabletten gegen Halsschmerzen in altersgerechter Form
☐ Abschwellendes Nasenspray für Kleinkinder, besonders praktisch vor Flugreisen
☐ Ohrentropfen für den Fall von Ohrenschmerzen
☐ Insektenschutz mit Icaridin oder EBAAP in kindgerechter Konzentration
☐ Sonnencreme mit LSF 50 und mineralischem UV-Filter
☐ Kühl-Gel gegen Insektenstiche und kleine Beulen

Achten Sie bei allen Medikamenten genau auf die Altersangabe und Dosierung auf der Packung. Wir empfehlen außerdem, eine kleine Menge einer bewährten Wundsalbe sowie ein Mittel gegen Bauchschmerzen, mit dem Ihr Kind bereits gute Erfahrungen gemacht hat, mitzunehmen.

Reiseapotheke für Kinder ab 6 Jahren (Schulkinder)

Schulkinder sind robuster als Kleinkinder, vertragen die meisten gängigen Wirkstoffe und können viele Beschwerden bereits selbst benennen. Dadurch wird die Zusammenstellung der Reiseapotheke einfacher. Allerdings bringen ältere Kinder auch neue Risiken mit sich, etwa durch ausgedehnte Aktivitäten am Strand, im Wasser oder beim Sport.

Für Schulkinder sind folgende Präparate sinnvoll:

☐ Schmerz- und Fiebermittel mit Paracetamol oder Ibuprofen in höherer Dosierung als bei Kleinkindern
☐ Mittel gegen Durchfall und Elektrolyte zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes
☐ Mittel gegen Reiseübelkeit in Tabletten- oder Kaugummiform
☐ Lutschtabletten gegen Halsschmerzen und Hustensaft
☐ Abschwellendes Nasenspray für Flugreisen und Erkältungen
☐ Mittel gegen Sportverletzungen wie Sportgel oder Kühlkompressen für Prellungen und Verstauchungen
☐ Blasenpflaster für Wanderungen und lange Strandausflüge
☐ Insektenschutz mit Icaridin oder DEET in altersgerechter Konzentration
☐ Sonnencreme mit mindestens LSF 30, wasserfest
☐ Augentropfen gegen trockene Augen, besonders bei Aufenthalten am Meer oder in klimatisierten Räumen

Bei Reisen mit älteren Kindern und Teenagern sollten Sie außerdem an Pflaster gegen Lippenherpes, ein Mittel gegen Sodbrennen und gegebenenfalls ein Mittel gegen Menstruationsbeschwerden denken. Sprechen Sie mit Ihrem Kind offen über die Anwendung der Medikamente, damit es im Notfall auch ohne Sie weiß, was zu tun ist.


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Reiseapotheke für Kinder im Flugzeug: Was ins Handgepäck gehört

Für die Reiseapotheke gelten auf Flugreisen besondere Regeln. Die wichtigsten Medikamente sollten Sie deshalb immer im Handgepäck mitführen, für den Fall, dass der Koffer verloren geht oder verspätet ankommt. Außerdem können im Flugzeug typische Beschwerden auftreten, die sich mit der richtigen Vorbereitung gut in den Griff bekommen lassen.

Folgende Punkte sind bei Flugreisen mit Kindern wichtig:

● Druckausgleich: Säuglinge können während Start und Landung an der Brust oder am Schnuller saugen, ältere Kinder helfen sich mit Trinken, Kaugummi oder Lutschtabletten. Bei einer akuten Erkältung erleichtert abschwellendes Nasenspray, das etwa 30 Minuten vor Start und Landung angewendet wird, den Druckausgleich.

● Reiseübelkeit: Sie sollten Mittel gegen Reiseübelkeit griffbereit im Handgepäck haben, idealerweise als Kaugummi oder Saft.

● Flüssigkeitsregelung: Flüssige Medikamente unterliegen der 100-Milliliter-Regel für Flüssigkeiten im Handgepäck. Wichtige Arzneimittel sind davon ausgenommen, sollten aber durch ein ärztliches Attest belegt werden.

● Ärztliches Attest: Für rezeptpflichtige Medikamente, Spritzen oder medizinische Hilfsmittel empfehlen wir ein Attest auf Englisch. So vermeiden Sie Probleme bei der Sicherheitskontrolle und bei der Einreise.

● Scheren und Pinzetten: Eine Schere darf nicht im Handgepäck mitgeführt werden, eine Pinzette ist in der Regel erlaubt.

● Originalverpackung: Bewahren Sie alle Medikamente in der Originalverpackung mit Beipackzettel auf, damit Inhaltsstoffe und Dosierung sofort erkennbar sind.

Trockene Kabinenluft kann außerdem zu trockenen Augen und gereizten Schleimhäuten führen. Augentropfen und Nasenspray mit Salzlösung sind im Flugzeug besonders praktisch und sollten in keiner Reiseapotheke für längere Flüge fehlen.
 

Reiseapotheke für Kinder bei Fernreisen und in tropischen Ländern

Bei Fernreisen in tropische oder subtropische Länder sollten Sie Ihre Reiseapotheke deutlich erweitern. Das Klima, die hygienischen Bedingungen und die dort verbreiteten Krankheiten erfordern eine gründliche Vorbereitung. Wir empfehlen Ihnen, mindestens sechs bis acht Wochen vor Abreise einen Termin bei Ihrem Kinderarzt oder in einem reisemedizinischen Zentrum zu vereinbaren. Dort erhalten Sie Informationen zu nötigen Impfungen, zur Malariaprophylaxe und zu typischen Risiken am Reiseziel.

Folgende Präparate und Hilfsmittel sollten in der Reiseapotheke für Fernreisen ergänzt werden:

● Malariaprophylaxe auf ärztliche Verordnung (rezeptpflichtig und altersabhängig)
● Moskitonetz, idealerweise mit Insektizid imprägniert
● Insektenschutz mit höherer Wirkstoffkonzentration in altersgerechter Form
● Mittel gegen Durchfall und Elektrolytmischungen in größerer Menge, da Magen-Darm-Beschwerden bei Fernreisen besonders häufig auftreten
● Wunddesinfektionsmittel in ausreichender Menge, da kleine Wunden in feuchtwarmem Klima schneller entzünden
● Antibiotische Augen- und Hautsalben auf Empfehlung des Arztes
● Sonnencreme mit LSF 50 und gegebenenfalls UV-Schutzkleidung

Für Kinder unter fünf Jahren sind Reisen in Malariagebiete grundsätzlich nicht empfehlenswert. Auch extreme Höhenlagen, sehr lange Flugzeiten und Regionen mit eingeschränkter medizinischer Versorgung sollten Sie mit Säuglingen und Kleinkindern vermeiden. Informieren Sie sich vor der Reise über die nächstgelegene Klinik und einen Kinderarzt am Urlaubsort, damit Sie im Notfall schnell handeln können.


Medikamente richtig lagern und transportieren

Damit die Medikamente in Ihrer Reiseapotheke im Urlaub auch wirklich wirken, müssen sie richtig gelagert und transportiert werden. Hitze, Kälte und Feuchtigkeit können die Wirkstoffe beeinträchtigen oder die Konsistenz von Salben und Zäpfchen verändern.

Beachten Sie daher folgende Punkte bei Lagerung und Transport:

  • Raumtemperatur einhalten: Die meisten Medikamente vertragen Temperaturen bis etwa 25 °C. Ab 40 °C können viele Wirkstoffe beeinträchtigt werden. Lassen Sie die Reiseapotheke deshalb nie im aufgeheizten Auto oder in der prallen Sonne liegen.

  • Vor Kälte schützen: Im Frachtraum von Flugzeugen kann es sehr kalt werden. Wichtige Medikamente gehören deshalb ins Handgepäck.

  • Zäpfchen vermeiden bei Hitze: Wenn keine kühle Lagerung möglich ist, wählen Sie stattdessen Säfte, Tropfen oder Tabletten. Zäpfchen weichen bei Hitze auf und lassen sich dann kaum noch anwenden.

  • Kühltasche richtig nutzen: Wenn Sie Medikamente in einer Kühltasche transportieren, achten Sie darauf, dass sie keinen direkten Kontakt mit dem Kühlelement haben. Sonst können sie einfrieren und ihre Wirkung verlieren.

  • Originalverpackung mit Beipackzettel: Lassen Sie alle Arzneimittel in der Originalverpackung. So sind Wirkstoff, Dosierung und Verfallsdatum jederzeit erkennbar.

  • Kindersicher aufbewahren: Bewahren Sie die Reiseapotheke am Urlaubsort außerhalb der Reichweite von Kindern auf, am besten in einer abschließbaren Tasche oder im Hotelsafe.

  • Verfallsdatum prüfen: Kontrollieren Sie vor jeder Reise alle Präparate auf Haltbarkeit. Bei bereits geöffneten Salben, Tropfen und Säften gilt oft eine kürzere Verwendungsdauer als das auf der Packung angegebene Verfallsdatum. Achten Sie deshalb auf den entsprechenden Hinweis in der Packungsbeilage.


  • Verwenden Sie beschädigte Blisterverpackungen oder Salben, die ungewöhnlich riechen oder aussehen, nicht mehr und besorgen Sie sich im Zweifel vor Ort in einer Apotheke Ersatz.


     

    Vor der Reise: Was Sie zusätzlich vorbereiten sollten

    Eine gut gepackte Reiseapotheke ist nur ein Teil der Vorbereitung. Damit Sie und Ihr Kind im Urlaub wirklich entspannen können, lohnt es sich, einige Wochen vor der Abreise weitere Punkte zu klären.

    ☐ Impfstatus prüfen: Prüfen Sie, ob alle Standardimpfungen Ihres Kindes auf dem aktuellen Stand sind. Für bestimmte Reiseziele werden zusätzliche Impfungen empfohlen oder sogar vorgeschrieben, etwa gegen Hepatitis A, Typhus oder Gelbfieber. Informationen dazu erhalten Sie bei Ihrem Kinderarzt oder beim Tropeninstitut.

    ☐ Impfpass und Dokumente: Nehmen Sie den Impfpass, das gelbe U-Heft und gegebenenfalls einen Allergiepass mit. So sind im Notfall alle wichtigen medizinischen Informationen sofort verfügbar.

    ☐ Medizinische Versorgung am Urlaubsort: Recherchieren Sie vor der Abreise, wo sich der nächste Kinderarzt und die nächste Apotheke befinden. Notieren Sie sich die Adresse, die Telefonnummer und die Öffnungszeiten.

    ☐ Notrufnummern: Speichern Sie die wichtigsten Notrufnummern des Reiselandes in Ihrem Handy, einschließlich der internationalen Notrufnummer 112, die in vielen Ländern funktioniert.

    ☐ Versicherungsschutz prüfen: Erkundigen Sie sich rechtzeitig, welche Leistungen Ihre Krankenversicherung im Ausland übernimmt. Die gesetzliche Krankenversicherung deckt außerhalb Europas in der Regel keine Behandlungskosten ab, und auch innerhalb Europas fallen oft Eigenanteile an. Eine Reiseversicherung für Familien schließt diese Lücke und übernimmt ambulante und stationäre Behandlungen sowie einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Hause.


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    Was tun, wenn das Kind im Urlaub krank wird?

    Selbst mit der besten Reiseapotheke lassen sich nicht alle Erkrankungen selbst behandeln. Bei manchen Beschwerden ist der Gang zum Arzt unverzichtbar, vor allem bei kleinen Kindern. Grundsätzlich gilt: Je jünger das Kind, desto schneller sollte professionelle Hilfe eingeholt werden.

    In folgenden Fällen sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren:

  • Fieber über 39 °C, das sich mit fiebersenkenden Mitteln nicht senken lässt
  • Fieber bei Säuglingen unter drei Monaten, unabhängig von der Höhe
  • Anhaltender Durchfall oder Erbrechen über mehrere Stunden mit Anzeichen von Austrocknung (eingefallene Augen, trockene Lippen, weniger Urin)
  • Atembeschwerden, pfeifende Atmung oder starker Husten
  • Hautausschlag in Kombination mit Fieber
  • Verdacht auf einen Bruch, eine starke Verstauchung oder eine tiefe Wunde
  • Insektenstiche mit starker Schwellung oder allergischer Reaktion
  • Anhaltende Bauchschmerzen, besonders im rechten Unterbauch
  • Verändertes Verhalten wie ungewöhnliche Schläfrigkeit oder Teilnahmslosigkeit
  • Wenn Sie vor Ort medizinische Hilfe benötigen, fragen Sie einfach an der Hotelrezeption nach einem englischsprachigen Kinderarzt oder einer nahegelegenen Klinik. Im Notfall können Sie die europäische Notrufnummer 112 oder die jeweilige Notrufnummer des Reiselandes nutzen.

    Bewahren Sie alle Rechnungen, Quittungen und ärztlichen Bescheinigungen sorgfältig auf, damit Sie diese später bei Ihrer Reiseversicherung einreichen können.

    Wenn Sie sich unsicher sind, ob ein Arztbesuch nötig ist, vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl. Eltern kennen ihr Kind am besten und merken in der Regel schnell, wenn etwas wirklich nicht stimmt. Im Zweifel ist ein Arztbesuch immer die sicherere Wahl.
     

    Fazit: Mit Reiseapotheke und Familienversicherung sicher unterwegs

    Eine gut zusammengestellte Reiseapotheke ist einer der wichtigsten Aspekte der Vorbereitung, wenn Sie mit Kindern verreisen. Sie deckt die häufigsten kleinen Beschwerden ab und gibt Ihnen die Sicherheit, schnell reagieren zu können, ohne im Urlaub erst eine Apotheke suchen zu müssen. Passen Sie den Inhalt dabei an das Alter Ihres Kindes, das Reiseziel und die Reisedauer an. Sprechen Sie außerdem vor der Abreise mit Ihrem Kinderarzt über altersgerechte Dosierungen und mögliche Impfungen.

    Für den Fall, dass Ihr Kind im Urlaub ernsthaft erkrankt oder einen Unfall erleidet, sorgt eine Reiseversicherung für die nötige Absicherung. Die AXA Reiseversicherung bietet im Familientarif Schutz für bis zu zwei Erwachsene und bis zu fünf Kinder. So können Sie Ihren Familienurlaub auch dann unbeschwert genießen, wenn nicht alles nach Plan läuft.

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    FAQ

    Eine Reiseapotheke für Kinder sollte grundsätzlich ein Fieberthermometer, Pflaster und Verbandsmaterial, ein hautfreundliches Desinfektionsmittel, eine Splitter- und Zeckenpinzette sowie eine Wund- und Heilsalbe enthalten. Ergänzt wird diese Grundausstattung durch altersgerechte Medikamente gegen Fieber, Schmerzen, Durchfall, Erbrechen, Erkältung, Husten und Insektenstiche. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und ein altersgerechter Insektenschutz sind ebenfalls unverzichtbar. Wenn Ihr Kind regelmäßig Medikamente einnimmt, müssen diese in ausreichender Menge mitgeführt werden.
    Die Reiseapotheke für Kleinkinder zwischen zwei und drei Jahren sollte neben der Grundausstattung auch fiebersenkende Mittel in Form von Saft, Tropfen oder Zäpfchen, Elektrolytmischungen, Mittel gegen Reiseübelkeit in altersgerechter Form sowie abschwellendes Nasenspray für Kleinkinder enthalten. Als Insektenschutz eignen sich Präparate mit den Wirkstoffen Icaridin oder EBAAP in kindgerechter Konzentration. Wichtig ist, bei allen Medikamenten genau auf die Altersangabe und Dosierung auf der Packung zu achten und im Zweifel den Kinderarzt zu fragen.
    Ab einem Alter von zehn Jahren können Sie die Reiseapotheke um Mittel gegen Sportverletzungen, wie beispielsweise Sportgel oder Kühlkompressen, sowie um Blasenpflaster für längere Wanderungen und Pflaster gegen Lippenherpes ergänzen. Schmerz- und Fiebermittel mit Paracetamol oder Ibuprofen können in einer höheren Dosierung als bei Kleinkindern eingesetzt werden. Auch ein einfaches Mittel gegen Sodbrennen kann sinnvoll sein. Bei Insektenschutzmitteln darf die Wirkstoffkonzentration höher sein als bei Produkten für jüngere Kinder.
    Bei Durchfall im Urlaub ist es vor allem wichtig, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Elektrolytmischungen wie Oralpädon liefern dem Körper Wasser, Salze und Glukose in der richtigen Zusammensetzung. Probiotika können zusätzlich die Darmflora unterstützen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt, und setzen Sie auf leichte Schonkost. Wir empfehlen, einen Arzt aufzusuchen, wenn der Durchfall länger als 24 Stunden anhält, blutig ist oder wenn Ihr Kind Anzeichen von Austrocknung zeigt, wie zum Beispiel eingefallene Augen, trockene Lippen oder wenn es deutlich weniger Urin als gewohnt produziert.
    Author

    Lukas ist ein leidenschaftlicher Reisender und erfahrener Blogger, der seine Liebe zum Entdecken der Welt mit seinem Talent fürs Schreiben verbindet. Seine Artikel sind voller authentischer Erlebnisse, praktischer Tipps und inspirierender Geschichten von unterwegs. Zu seinen beliebten Reisezielen gehört Italien, Japan und Neuseeland.